ULLAS ALLERLEI



NUDELGERICHTE

NUDELGERICHTE © 1989 / 2010 M. Stoewer

REZEPTE:

NUDELN

Ach, hätte doch meine Mutter schon von den vielen köstlichen Nudelspeisen gewußt!
Das hätte uns möglicherweise den Sonntagabendterror erspart. Terror ist in diesem Zusammenhang vielleicht ein hartes Wort, aber mir ist alles noch so gut in Erinnerung.

Die Familie Wobersin machte am Sonntag sehr oft eine lange Wanderung, auf der mein Vater uns die Schönheiten der Natur näherbringen wollte, indem er uns regelmäßig mit der richtigen Bezeichnung aller möglichen Baumarten traktierte. Auf diese Wanderungen wurden immer Stullen (belegte Brote) mitgenommen, weil die Einkehr in ein Gasthaus mit der ganzen Familie zu teuer gekommen wäre.
Am Abend hatten wir dann natürlich kräftig Hunger. Meine Mutter verschwand in der Küche und mein Vater hinter einer Zeitung. Ich glaube, Illa und ich deckten den Tisch. Damit gaben wir meinem Vater die Möglichkeit, seiner Frau hörbar kundzutun, daß er Hunger habe: Er nahm Messer, Gabel oder Löffel und trommelte damit so lange auf die Teller, bis meine Mutter mit dem Kochen fertig war.

Mit einem Nudelgericht hätte meine Mutter vielleicht die Trommelzeit verkürzen können. Ganz sicher bin ich mir da aber nicht. Ich glaube, bei meinem Vater gehörten Fleisch und Kartoffeln zu einem richtigen Essen.
Möglicherweise hätte man ihn mit den wunderbaren italienischen Nudelspeisen eines Besseren belehren können.

Natürlich gab es bei uns auch Nudeln, aber eben nicht in den vielen Variationen, die wir heute kennen. Tortellini oder Ravioli waren uns völlig unbekannt. Eine dunkle Erinnerung habe ich an Bandnudeln in einer süßen Milch-Sahnesoße. Da schüttelt es mich richtig.

Es gab auch Makkaroniaufläufe. Eine Zeitlang schien es mir so, als sei dieses Gericht das einzige, das mein Schwesterherz kochen konnte. Immer wenn ich sie in den sechziger Jahren, als sie noch in München wohnte, besuchte, und das war gar nicht so selten, hatte sie einen Makkaroniauflauf im Ofen oder mindestens einen Rest vom Vortag. (Diese schamlosen Übertreibungen! Schwesterlein wird es mir verzeihen.)

Ich habe früher wenig Nudelgerichte gemacht. Durch das Vordringen der italienischen Küche und durch Edo bin ich mehr und mehr zu einem Nudelfan geworden. Aber ich bevorzuge die italienischen Nudeln, die ohne Ei gemacht werden. Sie schmecken mir besser und ich muß mir keine Gedanken darüber machen, ob Flüssig- oder Trockenei "vernudelt" wurde.

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