ULLAS ALLERLEI



SPINAT

Spinat ist ein wunderbares Gemüse.

Leider kann ich dir keine Geschichten von grüngesprenkelten Elterngesichtern, verschmutzten Hemden oder Blusen erzählen. Auch nicht von Zimmerwänden, die frisch gestrichen werden mußten. Wir haben euch nie gezwungen, etwas zu essen, was ihr nicht wolltet. Nie? Vielleicht habt ihr eine andere Erinnerung. Bei Spinat bin ich mir aber ganz sicher.

Ganze Generationen wurden mit Spinat gequält, weil Ende des 19. Jahrhunderts bei einem wissenschaftlichen Untersuchungsbericht einer Sekretärin das Komma verrutschte. Bei ihr enthielt Spinat statt 1,6 mg Eisen pro 100 g den Supergehalt von 16 mg. Über mehrere Jahrzehnte prüfte niemand das Ergebnis nach, und Babys und Kleinkindern wurde Spinat wegen des angeblich hohen Eisengehalts unbarmherzig eingetrichtert. Schon 1930 konnte der Fehler berichtigt werden, er hielt sich aber als Tatsachengerücht bis heute.

Der Leichtmatrose Popeye ließ als Comic-Held in den USA noch im Zweiten Weltkrieg den Spinatverbrauch um 30 % ansteigen. Er aß gern und viel Spinat, dem er angeblich seine ungeheuren Kräfte verdankte. Bis heute versuchen Eltern, ihren Kindern Spinat schmackhaft zu machen mit dem Satz: "Iß deinen Spinat, damit du stark wirst".

Leider tut man damit dem Spinat sehr unrecht. Auch in der deutschen Küche hat man ihn mit dem Pürieren nicht richtig zu würdigen gewußt. Bei Oma habe ich das erste Mal unzerkleinerte Spinatblätter gegessen. Omas Küche war ja auch halb italienisch. Die köstlichen Tappas im Mediterraneo, der Bar am Hafen von Javea in Spanien, haben mich endgültig zum Spinatfan gemacht. Da gab es neben anderen Leckereien Spinatblätter mit Knoblauch und Öl angemacht. Obwohl Tapas nur Vorspeisen sind, haben wir dort oft unseren Abendhunger gestillt.
Kannst du dich noch erinnern?

Am besten ist es natürlich, wenn du frischen Spinat verwendest. Aber immer bekommt man ihn nicht. Dann kannst du auch schon mal den tiefgefrorenen Blattspinat nehmen, den ich zum Beispiel immer im Tiefkühlfach habe. Beim Einkauf von frischem Spinat mußt du wissen, daß von einer Riesentüte nach dem Kochen nur ein kleines Häufchen übrigbleibt, da er sehr zusammenfällt. Kaufe mindestens 1/2 Pfund pro Person.
Du mußt ihn gut waschen, die schlechten Blätter aussortieren, dicke Stiele entfernen und in wenig Salzwasser kurz - etwa 4 - 5 Minuten - kochen. Zum Abtropfen in ein Sieb geben und ausdrücken. Auf einen Teller legen und mit etwas Butter und Zitrone servieren. Oder, wie oben erwähnt, mit Knoblauch und Olivenöl.

Wie du den Spinat anmachst, hängt davon ab, was es sonst noch zu essen gibt. Mit Zitrone würde ich ihn gern zum Spiegelei essen, mit Knoblauch zu einem Fleischgericht.

Mit Spinat kann man noch viel mehr machen, siehe das folgende Gericht und bei den Nudelgerichten "Auf der Suche nach einer alten Tasse" - Tortellini oder Ravioli mit Spinat und einer Parmesan-Sahnesoße.

Auch in vielen italienischen Nudeln ist Spinat. Die mache ich aber nicht selbst. Aber in Gnocchi - die italienischen Kartoffelnudeln, das Rezept findest du im Kapitel "Sammelsurium" - gebe ich auch gern Spinat.

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